Darmstädter Turn- und Sportgemeinde 1846 e. V.



Fuchsjagd 2014


Die diesjährige Fuchsjagd fand in heimischen Gefilden rund um den Altrhein statt. Wer den Fluß auch einmal vom Ufer aus erleben und im Reich der Auen auf die Jagd gehen wollte, legte sich am Morgen des 16. November die robusteste und widerstandsfähigste Allwetterkleidung an, die er besaß, und fand sich um 10 Uhr am Neujahrsloch bei Erfelden ein.

Im Regen stehend und das Gelände erspähend,  wurde der Meute bewusst, dass es sich um ein hehres und anspruchsvolles Unterfangen handeln würde, die Füchse zu fangen. Die Jungfüchse Malte und Céline und der Altfuchs Sandra begrüßten ihre Häscher und wiesen sie in die Kunst des Fährtenlegens ein. Ein Pfeil bedeutet: Hier geht es entlang. Mehrere Pfeile bedeuten: Diese Richtungen sind möglich. Ein Balken bedeutet: Hier geht es leider nicht mehr entlang, bitte zurücklaufen! Dieses Jahr gab es noch eine Neuerung: Bei einem Kreuz waren kleine Täubchen versteckt, die auch gejagt werden konnten.

Bevor ein Jäger auch nur schnappen konnte, verschwanden die Füchse auch schon im Unterholz. Nun waren die Jäger auf sich allein gestellt. Doch wer möchte schon ohne Fuchs nach Hause gehen! So galt es, den Fuchsbau ausfindig zu machen. Gleich ging es rüber zum Neujahrsloch und zum Altrheinufer. Die Fährte führte allerdings in den dichten Wald hinein. Manche Jäger halfen sich gemeinsam und suchten die Irrwege getrennt ab, um sich dann wieder zu treffen. Manche aber gingen auf eigene Faust los. Es ging an der Schwedensäule, dem Forsthaus und der alten Natorampe vorbei. Wer sich bis hierher wacker geschlagen hatte: Hut ab. Es kam aber noch ganz dicke. Mitten durch den Wald ging es, eine weite Stecke ohne Ausweg, ohne Hoffnung (... mit trockenen Füßen nach Hause zu kommen).

Indessen hatten sich die Füchse entspannt in die Nähe ihres Verstecks begeben. Ganz in Ruhe gaben sie sich dem Teegenuß hin und sinnierten darüber nach, wo sie sich verstecken sollten. Sie stellten sich darauf ein, mehrere Stunden zu warten, bis vielleicht einmal ein wackerer Jäger völlig entkräftet in ihre Nähe kommt. Schließlich bauten sie sich in einem alten zugewucherten Bewässerungsgraben nahe des Plattenhofes einen Unterstand. Zwei grüne Planen, eine Decke, ein Fell und Verpflegung hatten sie dabei. Alte Äste dienten als Stangen. Nur an der Seite regnete es rein. So ließ es sich aushalten.
Nicht lange verweilten sie darin, als einer raus musste, um die Endmarkierung zu setzen. Verwegen wagte sich dieser Fuchs auch ganz in die Nähe des Plattenhofs, um der entkräfteten Meute ein Zeichen des Muts zu hinterlassen. Doch plötzlich nahm er die Fährte eines Jägers auf! Schnell, schnell flitzte er zurück in sein Versteck. Dort angekommen, tat er diese Entdeckung mit dem Verstand ab. Wie sollten die Jäger ihr klug angelegtes Verwirrspiel so schnell durchschauen!

Doch weit gefehlt. Klaus, der Schnelle, erblickte gleich das Versteck. Obwohl der Altfuchs ausgeflogen war (so schnell ihn seine Beine trugen), fand Klaus ihn dann doch! Die Jungfüchse ergaben sich in ihrem Versteck. Minh ist jetzt der neue Jungfuchs. Er fand auch die meisten Tauben. Die neuen Füchse haben es sich verdient, da ihnen an Schnelligkeit und Ausdauer keiner gleichkam. Als die anderen Jäger eintrafen, ging es fröhlich mit der Beute zurück nach Erfelden. Im Forsthaus auf den Kühkopf trafen sie sich noch zum Essen.

Die Füchse danken der Meute für ihr Mitmachen und hoffen, dass es ihnen Freude gemacht hat! Es war schön, dass viele Kanuten unterschiedlichsten Alters dabei waren. Die Jugend: Katharina, Rafael, Adrian, Benedikt, Minh und Philipp. Dank auch an Jonathan, Karl-Heinz und Katharina fürs Mithelfen.

Sandra Lang

 
    Fuchsjagd1

Rafael, Adrian und Katharina beim Jagen
Fuchsjagd2
Jonathan, Sandra und Céline sind gefangen und aus dem Versteck draußen
Fuchsjagd3
Der Löwe auf der Schwedensäule