Darmstädter Turn- und Sportgemeinde 1846 e. V.


Osterfahrt nach Jena

5. - 9. April 2012

Vom Wehrrutschen und zähneklappernden Kanuten

Unsere Osterfahrt verschlug eine bunte Mischung Darmstädter Paddler dieses Jahr an die sächsische Saale in die Zeiss-Stadt Jena. Bei mäßigem Wasserstand und camperunfreundlichen Temperaturen von bis zu -5° C verbrachten wir unser Osterwochenende beim SV Schott Jena. Neben zwei Wanderfahrten auf der Saale sowie dem kleineren Nebenfluss, der Unstrut, wurde auch ein vielfältiges Kulturprogramm geboten.

So stand am Freitag eine Fahrt von Jena zu den schönen Dornburger Schlössern an. Leider war der Genuss der zweifelsfrei schönen Saalelandschaft durch die diesige Wetterlage und niedrige Temperaturen gedämpft und der niedrige Wasserstand machte die Wehre fast unfahrbar.

Wir trotzten den wiedrigen Bedingungen mit heißen Tee und einer gewissen Risikobereitschaft, sodass einige von uns auch vor einem trockenen 2,5 Meter hohem Wehr nicht halt machten und den Sprung ins kalte Nass wagten. Im Anschluss thronten wir über den Saaleschleifen und genossen von den farbenfrohen Gartenanlagen der Dornburger Schlössern die Aussicht.

Nach einer kalten Nacht besuchten wir am nächsten Tag das Zeiss- Planetarium, das das Älteste sich noch in Betrieb befindliche Großplanetarium der Welt ist. Bei leichtem Schneefall erkundeten wir danach bei der offiziellen Stadtrallye Jena und erfuhren Interessantes über die bewegte Geschichte der Stadt. Unser harter Einsatz blieb nicht unbelohnt: Unsere Kleinsten können sich nun stolze Besitzer des Jena-Diploms und eines netten Fragespiels nennen. Ein tieferer Einblick in die Geschichte und das Leben in der Lichtstadt wurde uns bei einer netten Stadtführung durch einen ortskundigen Jenenser vermittelt.

Am Sonntag fuhren wir auf der Unstrut von Dornberg über die Domstadt Naumburg bis zur Mündung in die Saale. Da auf der Unstrut das Befahren der Wehre verboten ist, wurden wir von freundlichen Schleusenwärtern geschleust.

Die Hälfte der Gruppe hatte sich entschlossen am Montag eine weitere Kanutour zu unternehmen, während die TSG Jugend auf dem Rückweg die Wartburg in Eisenach besuchte. Bei Nieselregen liefen wir vom Fuße des Bergs bis oben zur Burg, wo uns bei einer Führung die großartige Geschichte dieses besonderen Orts nahegebracht wurde. Sichtlich beeindruckt von Luthers Stube traten wir die Rückreise durch das verregnete Deutschland an und kamen durch mehrere Staus verspätet im Bootshaus an.

Dennoch war das Wochenende ein großer Erfolg in netter Gesellschaft.

An dieser Stelle nochmal einen Dank an die gastfreundlichen Jeneser.

Christian Czysch