Darmstädter Turn- und Sportgemeinde 1846 e. V.


Fronleichnam im Allgäu

Dieses Jahr ging es an Fronleichnam (7. Juni - 10. Juni 2012) nach Sonthofen ins Allgäu.


Am Mittwochabend haben wir (Katharina, Robert ,Sandra, Odo und Christian) uns im Bootshaus getroffen, um schon mal die Boote zu laden und Ausrüstung zu ergänzen.
Nach einiger Verwirrung bei der Auswahl der Boote hatten wir dann irgendwann die richtigen Boote auf dem Dach. Am nächsten Morgen sollte es um 6:00 Uhr los gehen in Richtung Allgäu.
Um 10:30 Uhr kamen wir dann in Sonthofen auf dem Campingplatz an. Erstmal Zelte aufbauen und Sachen auspacken. Ralf ist dann noch zu uns gestoßen, nachdem er eine Woche an der Soca war. Kurz vor der Mittagsruhe auf dem Campingplatz schafften wir dann noch die Abfahrt zum Einsatzpunkt kurz vor der Mündung der Breitach in die Iller (km -0,5). Logistisch war es einfach, das Ziel sollte der Campingplatz sein. Die Strecke war landschaftlich sehr schön. Als einzige nennenswerte Schwierigkeit ist eine Sohlschwelle nach einer Brücke zu erwähnen, die sich aber nach Besichtigung auf der mittleren Stromzunge ganz gut fahren ließ. Nach der Schlucht warteten keine wesentlichen Schwierigkeiten mehr auf uns, so kamen wir dann auf Höhe des Campingplatzes an und konnten zum gemütlichen Teil des Tages über gehen.


Am nächsten Tag stand nach dem Frühstück die Vils auf dem Programm. Gestartet sind wir vom Kraftwerksauslass in Schattwald. Unterwegs zwang uns ein durchziehendes Gewitter zu einer kurzen Unterbrechung der Fahrt. Am Eingang zur Waldschlucht sind wir dann erstmal alle zum Besichtigen ausgestiegen, um sicher zu gehen, dass auch keine Bäume in der Schlucht liegen… Soweit war alles frei und befahrbar, entsprechendes Können und Mut vorausgesetzt (laut DKV-Flussführer WW III-IV). Nach der Besichtigung entschlossen sich dann nur Sandra, Ralf und Robert für die Befahrung. Die Kernstelle und das Ende der Schlucht wurden dann entsprechend von uns abgesichert, dann ging es auch schon los. Sandra und Robert fuhren dann auch ein zweites Mal, so dass denen, die nicht gefahren sind, das Schleppen der Boote erspart blieb. So erreichten wir dann ohne weitere Zwischenfälle den Ausstieg in Pfronten. Am Abend kam dann noch mal etwas Hektik auf, als ein Gewitter mit Sturmböen aufkam. So wurde dann noch schnell das Zelt zusätzlich befestigt. Die Nacht über hat es dann ganz ordentlich geregnet. 


Am Samstag sollte dann eine Wandertour auf dem Programm stehen. Es ging in Richtung Ofterschwanger Horn. Am Fuß des Berges trennte sich dann die Spreu vom Weizen, drei von uns haben die gemütliche Variante mit der Seilbahn gewählt während sich die andere Hälfte an den steilen Aufstieg machte. Letztendlich waren dann die Fußgänger doch schneller, da die Seilbahn einen Defekt hatte… So kann es gehen.
Oben angekommen trennten sich dann unsere Wege: Einige wollten noch weiter wandern, andere entschlossen sich zu der vielversprechenden Variante den Berg mit einem Downhillroller abwärts zu fahren. Unten angekommen sahen wir aus wie nach einem Schlammbad…
Abends waren wir dann wieder vereint, um gemeinsam essen zu gehen. Frisch gestärkt ging es dann zurück zum Campingplatz, wo wir dann auch das Fußballspiel (Deutschland – Portugal) gesehen haben.


Am letzten Tag sind wir dann nochmals die Iller gefahren, diesmal war der Pegel durch den Regen der letzten Tage deutlich höher. Ein Wehr musste umtragen werden, die Sohlschwelle die wir vom ersten Tag kannten haben wir nochmals angesehen und dann befahren. Durch das Mehr an Wasser war es etwas einfacher zu fahren. Unterwegs hatten wir unseren Spaß an diversen Wellen und Walzen. Nach dem Ausstieg in Fischen haben wir dann den Rückweg zum Campingplatz angetreten, haben das Zelt abgebaut (trocken! Zum Glück) und uns auf den Heimweg gemacht. Wie erwartet waren die Autobahnen voll, wir sind aber doch einigermaßen durch gekommen.
Nachdem wir die Boote und Zelt ausgeladen und gesäubert haben trennten sich unsere Wege wieder.

Fazit: Wenn auch verregnet, ein sehr schönes Wochenende, zur Nachahmung empfohlen!

Christian Jürgens


Wildwasserfahrt der Hessischen Kanujugend nach Wildalpen

In der letzten Juliwoche 2010 nahmen wir, Katharina, Robert und ich, an einer vereinsübergreifenden Fahrt nach Wildalpen teil. Insgesamt waren wir 60 an der Zahl. Die Jugendlichen, die in allen Altersklassen ab 8 Jahren vertreten waren, wurden so auf die Übungsleiter verteilt, dass die Vereine möglichst gemischt waren. Auf der Salza erfuhr man auf diese Weise, wie in anderen Vereinen Wildwasser gefahren wird! Es begann mit einfachen Strecken wie dem "Klausgraben". Dies wurde im Laufe der Zeit gesteigert, sodass am Ende auch das "Paradies" und der "Lawinenschwall" befahren wurden, am letzten Tag bei höherem Wasserstand. Aufgrund der hohen Wellen endete dies vor der engen Konglomeratschlucht mit einem Schwimmfest, sodass alle Übungsleiter eifrig mit Retten beschäftigt waren. Es wurde mehr geklettert, geschwommen und geborgen als gepaddelt. Um die Boote aus der Schlucht zu befördern, wurden sie mit einem Seilzug über den Fluss oder am Wurfsack die Böschung hoch gezogen. Ein besonderes Erlebnis war auch die Befahrung des Hinterwildalpenbaches, da dieser aus etwa 70 "Treppenstufen" besteht. Zur Freude vieler gab es direkt am Platz eine Welle, in der man spielen und üben konnte. Die beeindruckende und wahrhaft wilde Landschaft in Wildalpen bestaunten wir am einzigen Tag, an dem es nicht regnete, bei der Besteigung der "Riegerin" (von 632m auf 1939m). Es war eine sehr schöne Fahrt in diese einsame Gegend, auf der wohl jeder etwas gelernt hat!

Sandra Lang